Viele kennen das Gefühl von früher, stundenlang vor dem Röhrenfernseher zu sitzen und seine zu Lieblingsspiele spielen, noch zu gut. Dieses besondere Spielerlebnis scheint oft verloren gegangen zu sein. In den neusten Shooter zählt zu oft wie hoch sind meine FPS oder wer hat die neusten Kosmetiks. Das immersive Spielerlebnis in Komplexen Welten, von damals findet sich immer seltener.
Der Raspberry Pi bietet eine moderne Möglichkeit, alte Klassiker neu zu erleben. Der kleine, vielseitige Mini-Computer verwandelt sich mit der richtigen Software in eine Retro-Spielkonsole, die das authentische Spielerlebnis von früher auf aktueller Hardware ermöglicht. So kannst du deine eigenen Spiele in bester Qualität genießen, ganz ohne komplizierte Technik oder hohe Kosten.
In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du dein eigenes Retro-Gaming-Setup mit dem Pi aufbauen kannst, welche Systeme und Komponenten du benötigst und wie du das nostalgische Spielerlebnis zurück in dein Wohnzimmer holst.
Warum der Raspberry Pi?
Der Raspberry Pi bietet eine Kombination aus Flexibilität, Preis und Leistung in einem kleinen Packet.
- Kosteneffizient
- Geringer Stromverbrauch
- Große Kompatibilität mit den verschiedensten Emulatoren
- Große Auswahl an optischen und funktionellen Anpassungen (Customization)
- Internationale Community an Liebhabern und Fans
Den richtigen Pi wählen
| Modell | Geeignet für | Leistung | Empfohlene Systeme | RAM | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Raspberry Pi 5 | Zukunftssicheres Retro-Gaming-Setup, auch für aufwendigere Emulationen | Quad-Core Cortex-A76 @ 2,4 GHz, deutlich stärkere GPU | 8-Bit, 16-Bit, 32-Bit, PS1 & PS2, N64, PSP, Dreamcast | 2 GB / 4 GB / 8 GB / 16 GB | Unterstützt SSDs über PCIe, schneller Start, bessere 3D-Leistung |
| Raspberry Pi 4 | Stationäres Retro-Gaming-Setup mit stabiler Performance | Quad-Core Cortex-A72 @ 1,8 GHz | 8-Bit, 16-Bit, 32-Bit und PS1 & N64 (eingeschränkt) | 1 GB / 2 GB / 4 GB / 8 GB | |
| Raspberry Pi Zero | nur für mobile Handheld-Projekte | Single-Core 1 GHz CPU, 512 MB RAM | Game Boy, NES | 512 MB | geringer Stromverbrauch (Batteriebetrieben) |
Im Jahr 2025 ist der Raspberry Pi 5 die beste Grundlage für ein leistungsstarkes und zukunftssicheres Retro-Gaming-Setup. Er bietet im Vergleich zu älteren Modellen deutlich mehr Rechenleistung, eine schnellere GPU und die Möglichkeit, SSDs über den PCIe-Anschluss zu nutzen. Dadurch starten Spiele schneller, laufen stabiler und bieten eine flüssige Darstellung, auch bei aufwendigeren Emulationen.
Der etwas höhere Preis lohnt sich, da der Pi 5 im Jahr 2025 optimal auf aktuelle Software-Versionen und zukünftige Erweiterungen ausgelegt ist. Wer also plant, sein Retro-System langfristig zu nutzen und ein authentisches Spielerlebnis mit moderner Technik verbinden möchte, findet im Raspberry Pi 5 die beste Lösung. Der Raspberry Pi 4 bleibt eine bewährte und günstigere Alternative, während der Pi Zero ideal für kompakte Handheld-Projekte ist.
In unserem Shop unter Berrybase.de findest du den Raspberry Pi 5 sowie den Raspberry Pi 4. Zusätzlich bieten wir alle notwendigen Materialien an, die du für dein Projekt benötigst, von Netzteilen über Gehäuse bis hin zu passenden SD-Karten. Empfehlungen, welche sich genau wofür eignen, findest du im weiteren Verlauf des Guides. Für einen besonders einfachen Start empfehlen wir unser neues Raspberry Pi 5 Starter Kit, das bereits alle wichtigen Komponenten enthält und sofort einsatzbereit ist.
Die Software
| OS | Zielgruppe | Spielunterstützung | Anpassbarkeit | Besonderheiten auf dem Pi | Installation/Einrichtung | Community / Support |
|---|---|---|---|---|---|---|
| RetroPie | Fortgeschrittene und Bastler | Sehr breite Auswahl an 8-, 16-, 32-Bit, PS1, N64, Arcade/MAME. Dreamcast und PSP | Sehr hoch: Themen, Emulatorwahl, Steuerung, Module und Skripte | großer Fundus an Modifikationen und Tweaks | Etwas komplexer: Image oder Installation auf bestehendem Pi-OS möglich | Sehr große Community, zahlreiche Tutorials, Github, Foren |
| Recalbox | Einsteiger und Wohnzimmer-Setups | Breite Auswahl an 8-, 16-, 32-Bit, PS1, N64 Arcade. Netplay (Online mit P2P) | Mittel: Viele Einstellungen im Menü (weniger als bei RetroPie) | Sehr benutzerfreundlich & vorkonfiguriert für viele Controller | Einfache Installation mit Raspberry Pi Imager | Aktive Community; gutes Wiki, speziell für Anfänger geeignet |
| Batocera OS | Einsteiger bis Fortgeschrittene | Sehr breit: 8-, 16-, 32-Bit, PS1, N64, PSP, Dreamcast. (Große Kompatibilitätsliste) | Mittel: gute Optionen vorhanden (weniger als RetroPi) | Plug-and-Play Ansatz | Einfache Installation mit Image aus dem Internet | Wachsende Community, viele Anleitungen, etwas kleiner als RetroPie-Szene |
Retro Pi
RetroPie richtet sich an alle, die ihr Retro-Gaming-Erlebnis ganz individuell gestalten möchten. Das System bietet unzählige Möglichkeiten zur Anpassung – von Themes und Benutzeroberflächen über Emulator-Einstellungen bis hin zu eigenen Skripten und Systemerweiterungen. Jede Komponente kann fein abgestimmt werden, um genau das Spielerlebnis zu schaffen, das man sich wünscht.
Gerade für Nutzer, die Spaß am Tüfteln haben und ihr Setup bis ins Detail optimieren wollen, ist RetroPie ideal. Es erlaubt tiefe Eingriffe in das System, wodurch sich Performance, Optik und Bedienung exakt an die eigenen Vorstellungen anpassen lassen. So entsteht ein persönliches Retro-System, das nicht nur funktioniert, sondern sich auch ganz individuell anfühlt.
Installation: Retro Pi kommt bereits mit dem Raspberry Pi Imager und kann mit diesem einfach auf die SD-Karte geschrieben werden. Wähle dazu in im Imager unter “Betriebsysteme” -> “Emulatoren und Game OS” -> “Retro Pi” aus.
Andernfalls findest du weitere Infos und den Download auf der offiziellen Seite von Retro Pi
Recalbox

Recalbox steht für den echten „Couch-Vibe“: Einschalten, Controller verbinden und sofort loslegen. Das System ist so gestaltet, dass es direkt nach der Installation einsatzbereit ist – ohne komplizierte Einstellungen oder technische Hürden. Die Oberfläche ist klar strukturiert, lässt sich bequem mit dem Controller bedienen und bietet ein klassisches Konsolen-Feeling, das perfekt zum Retro-Gaming passt.
Recalbox eignet sich ideal für alle, die einfach spielen möchten, ohne sich lange mit der Einrichtung zu beschäftigen. Besonders auf dem Raspberry Pi 5 läuft es flüssig, reagiert schnell und vermittelt das Gefühl einer vollwertigen Wohnzimmerkonsole.
Eine vollständige Anleitung zur Installation und Einrichtung auf dem Raspberry Pi 5 findest du in unserem ausführlichen Guide: Recalbox auf dem Raspberry Pi 5 installieren – Der Retro-Gaming-Guide
Batocera OS
Batocera OS ist die perfekte Wahl für alle, die ein stabiles, modernes und unkompliziertes Retro-Gaming-System auf ihrem Raspberry Pi nutzen möchten. Es bietet eine klare, optisch ansprechende Oberfläche und funktioniert direkt nach der Installation ohne zusätzliche Einrichtung. Controller werden automatisch erkannt, Spiele lassen sich schnell hinzufügen und starten, und auch die Emulation läuft zuverlässig mit sehr guter Performance.
Besonders beliebt ist Batocera bei Nutzern, die Wert auf ein sauberes, konsolenähnliches Erlebnis legen. Das System bringt bereits viele praktische Funktionen mit – etwa automatische Speicherstände, Medienintegration und einfaches Netzwerk-Streaming. Trotz der einfachen Bedienung bleibt genug Raum für Feineinstellungen und optische Anpassungen, etwa durch Themes oder Shader.
Installation: Batocera ist nicht im Raspberry Pi Imager enthalten und muss aus dem Internet heruntergeladen werden. Den Download findest du auf der offiziellen Seite von Batocera. Wähle dort als erstes deine Plattform, also hier “Rpi” für Raspberry Pi aus, und klicke dann beim “Raspberry Pi 5” auf “download”.
Nachdem das Image heruntergeladen ist, kannst du es auf deine SD-Karte mit dem Raspberry Pi Imager schreiben. Unter “Betriebssystem” klickst du (ganz unten) auf “use custom”, um das heruntergeladene Batocera Image auf die SD-Karte zu spielen.
Customizations
Bei modernen Retro-Gaming-Systemen wie RetroPie, Recalbox oder Batocera gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Erscheinungsbild individuell anzupassen und dein Setup optisch wie funktional zu verfeinern. Über Themes oder Skins lässt sich das komplette Menü-Design verändern, von Hintergrundbildern über Schriftarten bis hin zu Farbschemata und Layouts. Dadurch kannst du dein System genau an deinen Geschmack anpassen und beispielsweise das Erscheinungsbild klassischer Konsolen oder Arcade-Automaten nachbilden. Auch eigene Start- und Boot-Screens sind möglich, sodass dein System beim Hochfahren mit einem individuellen Splash-Screen startet und einen persönlichen Eindruck hinterlässt.
Ein besonders beliebtes Feature sind sogenannte Scraper. Diese Tools durchsuchen automatisch Online-Datenbanken und laden Metadaten, Coverbilder, Screenshots, Videos und Beschreibungen zu deinen Spielen herunter. So wird aus einer einfachen ROM-Liste eine optisch ansprechende, gut strukturierte Bibliothek. Bei Recalbox ist ein Auto-Scraper bereits integriert, der diesen Prozess besonders einfach macht und deine Spielebibliothek automatisch vervollständigt. Auf anderen Systemen wie RetroPie können Scraper-Tools manuell eingerichtet werden, um denselben Effekt zu erzielen.
SSD oder SD-Karte – was lohnt sich für Retro-Gaming
Ein wichtiger Unterschied zwischen einer SSD und einer SD-Karte liegt in der Anschluss- und Übertragungstechnik: Eine SSD kann – sofern vom Modell unterstützt – über eine schnelle Schnittstelle wie PCIe angebunden sein, während eine SD-Karte typischerweise über den SD-Kartenslot oder eine einfache Flash-Bus-Schnittstelle verbunden ist. Bei dem Raspberry Pi 5 etwa ist eine native PCIe-Schnittstelle vorhanden, wodurch der Anschluss einer SSD möglich wird und eine deutlich höhere Leistung realisiert werden kann. Modelle wie der Raspberry Pi 4 hingegen bieten keine dedizierte PCIe-SSD-Anbindung, sondern nutzen primär SD-Karten oder ggf. USB-Speicherlösungen mit Limitierung durch die USB-Geschwindigkeit. Damit wird klar: Wer eine echte SSD-Anbindung nutzen möchte, kommt am Raspberry Pi 5 nicht vorbei.
Bei einem Retro-Gaming-System mit dem Raspberry Pi stellt sich die Frage, welches Speichermedium sich für welche Aufgabe am besten eignet. Für ROMs, also die Spieledateien, kommen sowohl SD-Karten als auch SSDs in Frage. Eine SSD bietet jedoch klare Vorteile, wenn viele Dateien oder große Datenmengen verarbeitet werden, da die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten deutlich höher sind. Spielstände und andere Speicherdaten sind dagegen meist klein und weniger von der Geschwindigkeit abhängig, weshalb hier in der Regel eine gute SD-Karte ausreicht. Außerdem kann die SD-Karte als Bootmedium dienen, während auf einer SSD das Betriebssystem und die Spielebibliothek gespeichert werden können. Besonders beim Raspberry Pi 5 mit nativer SSD-Unterstützung empfiehlt sich diese Aufteilung, um Leistung und Speicherplatz optimal zu nutzen.
| Merkmal | SSD (Transcend MTE400S 256GB) | SD-Karte (Raspberry Pi microSDXC 64GB) |
|---|---|---|
| Anschluss / Unterstützung | Raspberry Pi 5 | Alle Modelle |
| Lesen / Schreiben | 2000 MBps / 1000 MBps | 30 MBps / 30 MBps |
| Zufällig Lesen / Schreiben | 60000 IOPS / 240000 IOPS | 4000 IOPS / 2000 IOPS |
| Boot- und OS-Eignung | Sehr gut geeignet, vor allem beim Raspberry Pi 5 | Möglich, aber mit Performance-Nachteil |
| ROM-Bibliothek (viele/großen Dateien) | Sehr geeignet – schnelle Ladezeiten und reibungslose Navigation | Möglich, aber bei großen Dateien / Dateimengen langsamer |
| Spielstände | übermäßig leistungsstark, funktioniert aber problemlos | Sehr gut geeignet und kostengünstiger |
SSDs bieten mit ihrer hohen Geschwindigkeit und größeren Speicherkapazität klare Vorteile, besonders bei umfangreichen Spielebibliotheken oder häufigen Datenzugriffen. Aufgrund der höheren Kosten und des etwas aufwendigeren Setups eignen sie sich jedoch eher für fortgeschrittene Nutzer oder für Projekte mit großem Datenumfang. Für Einsteiger und kleinere Retro-Gaming-Systeme ist eine hochwertige SD-Karte meist völlig ausreichend, da sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und den Einstieg vereinfacht.
Solltest du dich für eine zusätzliche SSD entscheiden, findest du alles Nötige in unserem Shop. Für die Nutzung der SSD mit dem Raspberry Pi 5 ist außerdem ein Head erforderlich.
Alles was du zu deiner SD-Karte wissen musst:
Wir haben bereits SD-Karten und SSD-Karten auf ihre Leistung verglichen. SSDs haben eine deutlich größere Leistung, aber auch bei SD-Karten gibt es Unterschiede. Also ist auch bei der Wahl der SD-Karte auf die Leistung zu achten. Worauf genau also?
Die Speicherkapazität, die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten sowie die Lebensdauer einer Speicherkarte sind entscheidende Faktoren für die optimale Wahl des Speichermediums im Retro-Gaming-Bereich. Bei der Speicherkapazität sollte man sowohl das Betriebssystem als auch zukünftige Spieleinstallationen berücksichtigen. Da Retrospiele meist wenig Speicherplatz benötigen, sind 32 GB in vielen Fällen völlig ausreichend. Für etwas mehr Flexibilität empfiehlt sich jedoch eine 64 GB SD-Karte, die für nur wenige Euro mehr zusätzlichen Platz für weitere Spiele bietet.
Außerdem können die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten entscheidend sein, wenn sie als Hauptspeicher für Betriebssystem und Spiele genutzt werden. Daher müssen alle Daten schnell gelesen und geschrieben werden, um Leistungsengpässe zu vermeiden. Für den Vergleich verschiedener SD-Karten wurden der UHS-Standard (Ultra High Speed) und die neuere Video-Geschwindigkeitsklasse (V) eingeführt. Diese Standards geben die minimale sequenzielle Schreibgeschwindigkeit an und helfen dabei, die Performance unterschiedlicher Karten besser einzuschätzen.
| minimale sequentielle Schreibgeschwindigkeit | Geschwindigkeitsklasse | UHS Geschwindigkeitsklasse | Video Geschwindigkeitsklasse |
| 90MB/s | – | II | V90 |
| 60MB/s | – | II | V60 |
| 30MB/s | – | U3 / I | V30 |
| 10MB/s | 10 | U1 / I | V10 |
Was heißt das jetzt genau? – Diese Werte repräsentieren eine Untergrenze für die Schreibgeschwindigkeit bei größeren fortlaufenden Daten. Beim Beschreiben mit einer U3 / V30 Karte lässt sich eine minimale anhaltende Schreibgeschwindigkeit von 30 MB pro Sekunde rechnen.
Also würden 3.000 MB mindestens 100 Sekunden brauchen, um zu beschreiben.
Eine weitere neue Klasse für SD-Karten ist die A-Bewertung der Karten. Diese beschreibt keinen sequenziellen Zugriff, sondern einen Zufälligen. Während eine Video-Kamera dauerhaft Video aufnimmt, so ist dies z.B. nicht für Gaming der Fall. Deswegen ist der neue A-Standard für uns interessant. In unserem Spiel später führen wir viele Aktionen aus. Diese Muster könnte man auch als “zufällig” beschreiben für den Pi. Simplifiziert gesagt muss dieser zufällig Daten speichern oder abrufen, basierend auf unseren Aktionen (Input).
Wie schnell können wir also kleine Mengen an Daten lesen oder schreiben, genau die Geschwindigkeit solcher zufälligen Interaktionen beschreibt der A-Standard in IOPS.
| A1 | A2 |
| Random Read: 1500 IOPS | Random Read: 4000 IOPS |
| Random Write: 500 IOPS | Random Write: 2000 IOPS |
Aus diesem Grund ist für die Nutzung deines Retro-Gaming-Set-Ups eine A2 SD-Karte zu empfehlen. Diese hat meistens auch eine U3-Klassifizierung, der Download von neuen Spielen wird also nicht zu lange dauern.
Dementsprechend eignet sich die U3- und A2-zertifizierte SD-Karte von Raspberry Pi ideal für dein Projekt.
ROMS
ROMs sind digitale Abbilder klassischer Spielmodule oder Datenträger, die es ermöglichen, alte Videospiele auf modernen Systemen wie dem Raspberry Pi zu spielen. Der Begriff steht für „Read Only Memory“ und bezeichnet ursprünglich den Speicherchip, auf dem die Spieldaten früher dauerhaft gespeichert waren. Heute liegen ROMs als Dateien vor, die von Emulatoren gelesen werden, um das Verhalten der ursprünglichen Spielkonsole nachzubilden. Du kannst deine eigenen ROMs auf dein System übertragen oder passende Dateien herunterladen, um deine persönliche Retro-Spielesammlung zu erweitern.
Disclaimer: BerryBase übernimmt keine Haftung für die Nutzung, Beschaffung oder Installation von ROMs. Jeder Nutzer ist selbst dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass nur rechtmäßig erworbene und eigene Spieledateien verwendet werden. Das Herunterladen oder Verwenden urheberrechtlich geschützter Inhalte ohne entsprechende Lizenz ist nicht erlaubt und kann rechtliche Konsequenzen haben. Bitte informiere dich vor der Nutzung über die geltenden Gesetze in deinem Land.
Homebrew-Spiele: Neue Ideen für klassische Systeme
Homebrew bezeichnet neue Spiele und Anwendungen, die von Hobbyentwicklern für klassische Konsolen wie NES, SNES, Mega Drive oder Game Boy programmiert werden. Diese Homebrew-Titel sind vollständig neu entwickelte Spiele und laufen sowohl auf Originalhardware als auch in Emulatoren. Neben klassischen ROMs lebt die Retro-Community vor allem durch diese modernen Eigenentwicklungen weiter. Entwickler und Fans programmieren neue Games für alte Systeme wie den Commodore 64, den Atari oder die 16-Bit-Konsolen von Nintendo und Sega. Homebrew-Titel lassen sich sowohl auf den ursprünglichen Konsolen spielen als auch auf den Emulatoren wie Recalbox, RetroPi oder Batocera.
Die Homebrew-Szene hält die historischen Systeme aktiv und zeigt eindrucksvoll, welches technische Potenzial noch in ihnen steckt. Viele Projekte experimentieren mit Grafik, Sound und Leveldesign und schaffen dabei Spiele, die in Umfang und Qualität oft an professionelle Produktionen erinnern. Bekannte Beispiele sind Titel wie Battle Kid: Fortress of Peril auf dem NES oder Study Hall, die zeigen, wie anspruchsvoll und kreativ neue Spiele auf alter Hardware umgesetzt werden können. Zahlreiche Homebrew-Projekte erscheinen als digitale Downloads und werden von den Entwicklern selbst veröffentlicht, einige sogar als physische Cartridges. Auf Emulatoren laufen sie stabil und lassen sich meist ohne zusätzliche Anpassungen starten.
Viele spannende, solche neuen Titel findest du auf Homebrew Hub oder Itch.io mit dem direkten Download der ROM.
Wer Homebrew-Spiele ausprobieren möchte, sollte darauf achten, diese nur aus rechtlich sicheren Quellen zu beziehen. Viele Entwickler stellen ihre Werke kostenlos oder als freiwillig unterstützte Projekte bereit, sodass sie legal genutzt werden können. Damit trägt die Homebrew-Community nicht nur zum Erhalt klassischer Spielsysteme bei, sondern erweitert das Retro-Gaming-Erlebnis auf dem Raspberry Pi um völlig neue Inhalte und Ideen.
Gehäuse
Das Gehäuse ist beim Aufbau eines Retro-Gaming-Systems mit dem Raspberry Pi mehr als nur eine Hülle. Es schützt die empfindliche Platine vor Staub, Beschädigung und Überhitzung. Außerdem kann es mit eigenen Anpassungen optisch ansprechend wirken. Gerade beim Retro Gaming, wo der Pi oft über längere Zeit im Einsatz ist, spielen die Wärmeabfuhr und die Stabilität eine wichtige Rolle. Das passende Gehäuse trägt also nicht nur zur Lebensdauer des Pi bei, sondern verbessert auch die Leistung und Zuverlässigkeit des gesamten Systems.
Es gibt verschiedene Arten von Gehäusen, die sich im Aufbau und in der Kühlmethode unterscheiden. Welche Variante am besten geeignet ist, hängt davon ab, wie intensiv das Retro-System genutzt wird und welches Pi-Modell zum Einsatz kommt.
Gehäuse mit passiver Kühlung
Diese Modelle bestehen häufig aus Aluminium oder Metall und leiten die Wärme über die Oberfläche ab. Sie kommen ohne Lüfter aus und sind daher völlig lautlos. Für viele Retro-Gaming-Setups, insbesondere mit dem Raspberry Pi 4, sind das ausreichend. Der Vorteil liegt in der einfachen Handhabung, dem lautlosen Betrieb und dem eleganten Design. Allerdings kann bei längeren Spielsitzungen mit höheren Temperaturen die Kühlleistung begrenzt sein.
Gehäuse mit aktiver Kühlung
Diese Variante verfügt über einen oder mehrere kleine Lüfter, die aktiv Luft durch das Gehäuse leiten. Dadurch bleibt der Pi auch bei hoher Auslastung kühl, was besonders bei anspruchsvolleren Emulatoren auf dem Pi 5 oder längeren Gaming-Sessions wichtig ist. Der Nachteil liegt im leicht hörbaren Lüftergeräusch. Für Nutzer, die Wert auf maximale Performance legen, ist dies jedoch die beste Wahl.
Gehäuse für den Raspberry Pi 5 mit NVMe-Slot
Die neueren Gehäuse für den Pi 5 sind speziell für das modernisierte Board-Layout entwickelt. Sie bieten nicht nur eine effektive Kühlung, sondern auch einen integrierten NVMe-Slot, über den sich eine SSD direkt anschließen lässt. Das sorgt für deutlich schnellere Ladezeiten und eine verbesserte Gesamtleistung, was beim Starten von Retro-Systemen oder großen Spielebibliotheken besonders spürbar ist. Diese Gehäuse vereinen moderne Technik, hohe Kühlleistung und Zukunftssicherheit – ideal für alle, die 2025 ein leistungsstarkes Retro-Gaming-Setup aufbauen möchten.
Retroflag GPi Case 2: Handheld Gaming Gehäuse für CM4
Das Retroflag GPi Case 2 ist ein tragbares Gehäuse mit integriertem 3,0-Zoll-IPS-Display und einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln. Das Display bietet eine klare, farbtreue Darstellung und eignet sich ideal für Retrospiele aus der 8- und 16-Bit-Ära. Die Bedienelemente orientieren sich am klassischen Game-Boy-Layout und wurden um zusätzliche Funktionen erweitert. Neben Steuerkreuz und den A/B-Tasten stehen auch X/Y-Tasten, eine Turbo-Funktion, ein Home-Button sowie zwei Schultertasten zur Verfügung. Dadurch lassen sich sowohl einfache als auch komplexe Spiele komfortabel steuern.
Die Stromversorgung übernimmt ein eingebauter Lithium-Ionen-Akku mit 4000 mAh, der ausreichend Energie für mehrere Stunden Retro-Gaming liefert. Alternativ kann das Gerät über ein USB-Type-C-Kabel mit Netzstrom betrieben werden. Das GPi Case 2 wird außerdem mit einer Dockingstation geliefert, über die sich der Handheld bequem laden lässt. Mit Abmessungen von 143,93 x 81,30 x 31,72 Millimetern liegt das Gerät angenehm in der Hand und erinnert in Form und Gewicht deutlich an den klassischen Game Boy.
Für Retro-Gaming-Enthusiasten bietet das Retroflag GPi Case 2 in Verbindung mit einem Raspberry Pi Compute Module 4 eine kompakte und mobile Lösung, um Emulatoren wie RetroPie oder RecalBox unterwegs zu nutzen. Das Gehäuse ist robust verarbeitet, einfach einzurichten und durch seine integrierte Hardware sofort einsatzbereit. Wer Retro-Spiele auf authentische Weise erleben möchte, ohne an den Schreibtisch gebunden zu sein, findet hier eine ideale Kombination aus Nostalgie und moderner Technik.
Retroflag 64Pi Case
Für Liebhaber klassischer Konsolenoptik bietet das Retroflag 64Pi Case eine ideale Möglichkeit, den Raspberry Pi 5 in ein nostalgisches Gehäuse im Stil der Nintendo 64 zu verwandeln. Das Design orientiert sich an der ikonischen Form der Konsole aus den 1990er Jahren und vermittelt auf den ersten Blick echtes Retro-Feeling.
Das Retroflag 64Pi Case ist vollständig kompatibel mit dem Raspberry Pi 5 und bietet eine optimierte HDMI-Ausgangsführung, sodass das Anschließen an Monitore oder Fernseher einfach und platzsparend möglich ist. Die seitlichen Öffnungen gewähren direkten Zugang zu LAN- und USB-Ports, während sich der microSD-Slot dezent auf der Unterseite befindet. Im Inneren des Gehäuses ist zusätzlicher Platz für eine Ersatz-microSD-Karte vorgesehen, was besonders praktisch ist, wenn verschiedene System-Images genutzt werden sollen.
Für eine stabile Temperatur sorgt die Kombination aus aktiver und passiver Kühlung. Das Gehäuse enthält einen integrierten Lüfter sowie einen Aluminium-Kühlkörper, die zusammen eine effektive Wärmeableitung ermöglichen. So bleibt der Raspberry Pi auch bei längeren Spielsitzungen zuverlässig im optimalen Temperaturbereich.
Controller
Ein entscheidender Bestandteil beim Retro-Gaming auf dem Raspberry Pi ist die Wahl des richtigen Controllers – denn er bestimmt maßgeblich, wie authentisch und angenehm sich das Spielerlebnis anfühlt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, vom klassischen SNES-Layout über kompakte USB-Gamepads bis hin zu modernen Bluetooth-Controllern wie dem PS4- oder Xbox-Controller.
Die gängigen Systeme für Retro-Gaming – darunter RetroPie, Batocera und Recalbox – unterstützen viele Controller bereits ab Werk. Das bedeutet, dass du sie einfach anschließen oder per Bluetooth koppeln kannst, ohne zusätzliche Treiber oder komplizierte Einrichtungsschritte. Besonders bekannte Layouts, etwa für Nintendo- oder PlayStation-Controller, werden automatisch erkannt und lassen sich in den Systemeinstellungen individuell anpassen.
Für Spieler, die Wert auf das klassische Konsolen-Feeling legen, bieten sich Retro-Controller an, die optisch und haptisch an die Originale erinnern – zum Beispiel SNES- oder Mega-Drive-Pads. Diese sind meist als USB- oder Bluetooth-Version erhältlich und funktionieren mit allen drei Systemen zuverlässig. Wer lieber auf moderne Steuerung setzt, profitiert von den präzisen Analogsticks und der hohen Kompatibilität aktueller Controller-Modelle. Viele Marken wie z.B. 8BitDo bieten zudem spezielle Retro-Controller, die das klassische Design mit moderner Technik kombinieren.
Der 8BitDo Ultimate 2 Wireless Controller ist ein moderner und vielseitiger Controller, der sich ideal für Retro-Gaming auf dem Raspberry Pi eignet. Mit stabiler 2,4G-Verbindung, extrem niedriger Latenz und präzisen TMR-Joysticks bietet er ein reaktionsschnelles und komfortables Spielerlebnis. Das integrierte Lade-Dock hält den Controller stets einsatzbereit, während Hall-Effekt-Trigger und eine Polling-Rate von 1000 Hz für exakte Steuerung sorgen.
Über die 8BitDo Ultimate Software V2 lassen sich Tasten, Trigger und Joysticks individuell anpassen. Der Controller überzeugt durch hochwertige Verarbeitung, anpassbare RGB-Beleuchtung und programmierbare Rücktasten. In Verbindung mit RetroPie oder RecalBox ist er eine ideale Ergänzung für jedes Retro-Gaming-Setup auf dem Raspberry Pi.
Wer lieber das klassische Gefühl eines alten Gamepads bevorzugt, findet im 8BitDo SN30 Pro USB Gamepad eine passende Alternative zum modernen Ultimate 2 Controller. Optisch und haptisch erinnert das Modell stark an die ikonischen Controller der 16-Bit-Ära und bietet dabei dennoch moderne Funktionen. Das Gamepad verfügt über ein vollständiges Tastenlayout mit klickbaren Joysticks, präzisem D-Pad, Vibrationsfunktion sowie Home- und Screenshot-Tasten. Damit eignet es sich sowohl für Retro-Games als auch für aktuelle Titel auf dem Raspberry Pi. Der 8BitDo SN30 Pro ist in zwei Ausführungen erhältlich: als kabelgebundene Version für klassische Setups und als kabellose Variante für mehr Bewegungsfreiheit. Beide bieten eine solide Bauqualität und ein authentisches Spielgefühl, das besonders bei Liebhabern traditioneller Controllerformen geschätzt wird.
Auch für individuelle Projekte wie eigene Arcade-Stationen oder Bartop-Konsolen gibt es passende Lösungen. Hier können Joysticks und Tasten über USB-Encoder oder direkt über die GPIO-Pins des Raspberry Pi angeschlossen werden. Viele Systeme unterstützen diese Varianten nativ, was den Aufbau einer maßgeschneiderten Retro-Konsole besonders flexibel macht.
Alternativ, wer beim Retro-Gaming Wert auf ein authentisches Arcade-Gefühl legt, findet im 8BitDo Arcade Stick die perfekte Ergänzung zum Raspberry Pi. Das robuste Steuergerät kombiniert das klassische Layout einer Arcade-Konsole mit moderner Technik und präziser Steuerung. Es unterstützt 2,4-GHz-Wireless-, Bluetooth- und kabelgebundene USB-Verbindungen, wodurch es flexibel einsetzbar ist – sowohl am Raspberry Pi als auch an PC oder Nintendo Switch. Der integrierte 1000-mAh-Akku ermöglicht bis zu 20 Stunden kabellosen Betrieb und lässt sich bequem über USB wieder aufladen.
Das Gehäuse des 8BitDo Arcade Stick ist hochwertig verarbeitet und bietet ein All-Button-Layout mit vier frei programmierbaren Tasten. Mechanische Kailh-Wizard-Schalter sorgen für ein direktes, präzises Eingabeverhalten, das besonders bei Kampfspielen und klassischen Arcade-Titeln überzeugt. Durch das Hot-Swappable-PCB-System lassen sich Komponenten ohne Lötarbeiten austauschen, was den Controller besonders wartungsfreundlich macht. Über die 8BitDo Ultimate Software V2 können Nutzer alle Tasten individuell belegen und Profile speichern. Damit ist der 8BitDo Arcade Stick eine ausgezeichnete Wahl für alle, die klassische Arcade-Erlebnisse auf dem Raspberry Pi so originalgetreu wie möglich umsetzen möchten.
Unabhängig vom gewählten System gilt: Ein gut konfigurierter Controller ist entscheidend für das authentische Spielgefühl. Eine saubere Tastenbelegung, geringe Eingabeverzögerung und eine ergonomische Form sorgen dafür, dass du dich voll auf das Spiel konzentrieren kannst – egal ob du Klassiker aus den 80ern, 90ern oder frühen 2000ern spielst.
Fazit
Ein gelungenes Retro-Gaming-Setup auf dem Raspberry Pi lässt sich in verschiedenen Ausbaustufen realisieren. Je nach Vorkenntnissen, Anspruch und gewünschtem Einsatzzweck gibt es passende Kombinationen aus Hardware und Software, die ein authentisches Spielerlebnis ermöglichen.
Für Einsteiger empfiehlt sich der Raspberry Pi 4 oder 5 in Kombination mit RecalBox und einer schnellen SD-Karte. Diese Variante ist schnell eingerichtet, wartungsarm und ideal für alle, die ohne technische Vorkenntnisse in die Welt des Retro-Gaming starten möchten. Ein gutes Fundament bietet das Raspberry Pi 5 Starter Kit, das alle wichtigen Komponenten enthält und den Einstieg besonders einfach macht.
Fortgeschrittene Nutzer profitieren von einem Setup mit dem Raspberry Pi 5, einer SSD und RetroPie. Diese Kombination bietet maximale Performance, kurze Ladezeiten und umfassende Anpassungsmöglichkeiten. Sie richtet sich an alle, die ihre Systeme individuell konfigurieren möchten und den vollen Funktionsumfang von RetroPie ausnutzen wollen.
Für Enthusiasten und mobile Spieler bietet sich das Compute Module 4 im Retroflag GPi Case 2 an. Dieses Gehäuse verwandelt den Raspberry Pi in ein kompaktes Handheld-System im Game-Boy-Stil und sorgt dank integriertem Display, Akku und Dockingstation für ein echtes Retro-Erlebnis zum Mitnehmen.
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